Nachhaltig Einkaufen

Deutschland ist ein Hochkonsumland und muss sich aus diesem Grund auch der weltweiten Verantwortung stellen. Es darf uns nicht kalt lassen, dass weltweit 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel im Jahr verschwendet werden, das schadet Mensch und Umwelt und vernichtet ökonomische Werte.

Auf einem Drittel der Weltagrarfläche wird Nahrung erzeugt, die nicht gegessen wird. Armut entsteht, Wasser wird verschwendet, mehr als drei Milliarden Tonnen werden erzeugt und das nur damit wir als Verbraucher im Supermarkt eine große Auswahl haben.

Fotolia_7800561_XS © bilderboxBeim nachhaltigen Konsum geht es jedoch nicht nur um Lebensmittel, sondern auch um Mode und Textilien, Kosmetik und Pflege, Strom- und Energienutzung, Wohnen und Einrichten, Mobilität, Reisen, Elektronik und Digitales, Bauen und Sanieren, Waschen, Spielen, Geld anlegen und Haushaltsgeräte.

Wie Sie nun nachhaltig konsumieren können, hängt von Ihren Gewohnheiten, Ihrer Lebenssituation, und auch vom Geldbeutel ab. Auch ist natürlich wichtig welche Angebote es in Ihrer Reichweite gibt.

Einen Biomarkt oder den Kindergarten in der Nachbarschaft kann man ebenso wenig herbeizaubern, wie ein funktionierendes Nahverkehrssystem auf dem Land.

Nachhaltige Lebensstile umfassen den Kauf der „richtigen“ Produkte, einen „anderen“ Konsum und den bewussten Nicht-Konsum. Unsere Konsummuster sind dann nachhaltig, wenn wir nachfolgenden Generationen die Chance geben, Ihren Lebensstil frei zu wählen. Unsere Lebensstile haben Wirkungen auf Natur, Wirtschaft und Gesellschaft.

Wer nachhaltig konsumieren will muss auch etwas tun, aber nachhaltig konsumieren ist lecker, gesund und kann sogar kostensparend sein. Es macht Spaß und Sinn- und ist nicht nur unbequem oder unerschwinglich, wie viele im ersten Moment denken. Mit etwas Motivation, mit Gewohnheiten oder Routinen können Sie das auch Schaffen!

Falls Sie nun Interesse haben können Sie sich im Folgenden über weitere Tipps und Tricks zu den einzelnen Rubriken belesen.



  • Allgemein

    Im Alltag helfen Produktinformationen und Faustregeln. Wenn große Anschaffungen anstehen, ist die Weichenstellung besonders groß. Manche vereinfachen oder erschweren den nachhaltigen Konsum.

    Folgende Leitfragen zeigen, welche Bedingungen nachhaltige Konsum- und Lebensstile beeinflussen:

    • Wo wohne ich? Wie wohne ich? Wo arbeite ich? Wie komme ich dort hin? Was bedeutet für mich Lebensqualität?
    • Was sind meine Konsumvorlieben? Was schmeckt mir wirklich? Welcher Urlaub passt zu mir? Wofür und wie nutze ich (m)ein Auto?

    Den Einstieg kann jeder schaffen. Dabei sollten Sie sich darüber klar werden was Ihnen am wichtigsten ist: das Tierwohl, Arbeitsbedingungen in der Produktion, Umwelt und eigene Gesundheit, Geldsparen.

    Wo Sie anfangen Ihre Konsumgewohnheiten in Richtung Nachhaltigkeit zu ändern, das liegt ganz bei Ihnen!

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  • Essen und Trinken - Gesund und lecker

    1,5 Tonnen CO2 verursacht unser Ernährungsstil durchschnittlich pro Person und Jahr und das hat weitreichende Auswirkungen auf die Umwelt, das Klima, die Tiere und unsere Gesundheit. Jeder kann das ändern und mit Messer und Gabel das Klima schützen.

    Wenn Sie beispielsweise auf saisonale und regionale Produkte achten, Bio- Lebensmittel kaufen, sich vegetarisch ernähren und keine Lebensmittelabfälle erzeugen, können Sie Ihre CO2- Emissionen um 20% verringern.

    In den nachhaltigen Einkaufskorb gehören vor allem:

    • pflanzlicher Lebensmittel
    • Bio Produkte
    • saisonales Obst und Gemüse aus der Region
    • wenig Fleisch und Fisch
    • ursprüngliche Lebensmittel
    • fair gehandelte Produkte,
    • Getränke in Mehrwegverpackungen.

    Achten Sie beim Einkauf auf die Menge, überlegen Sie sich im Vorhinein wann Sie was Essen wollen um so einzukaufen, dass Sie keine Lebensmittel entsorgen müssen.

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  • Mode und Textilien - Fair kleiden, gut aussehen

    Egal ob wir uns schlicht oder ausgefallen, bunt oder grau kleiden - mit unserer Kleidungen zeigen wir ein Stück Persönlichkeit und achten deshalb speziell auf Passform, Schnitt, Stil…

    Wie die Materialien aus denen unsere Kleidung hergestellt wird, unsere Umwelt und unserer Gesundheit belastet, wo die Textilien herkommen und wer die unter welchen sozialen Bedingungen genäht hat, das lässt sich auf den ersten Blick leider nicht erkennen.

    Achten Sie beim Einkauf von Kleidung auf:

    • Bio-Rohstoffe
    • FairTrade
    • gute Verarbeitung und langlebiges Design
    • Secondhandangebote
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  • Kosmetik und Pflege - Weniger ist mehr

    Der Markt für Kosmetik- und Pflegeprodukte wächst, dabei sollen Cremes, Lotionen, Peelings… zu mehr Attraktivität, einem jüngeren Aussehen und zu gesunder, glatter Haut verhelfen.

    Aber nicht alle verwendeten Substanzen sind für Mensch und Umwelt gut verträglich. Viele Produkte enthalten gesundheits- und umweltschädliche Substanzen wie Palmöl, Mikroplastik, Bleichmittel oder hormonell wirksame Chemikalien. 

    Achten die beim Einkauf von Kosmetik- und Pflegeprodukten darauf:

    • sparsam zu dosieren
    • Proben testen um Fehlkäufe zu vermeiden
    • passende Packungsgrößen und Nachfüllpacks zu wählen
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  • Strom und Energie - Umwelt und Geldbeutel schonen

    Die umweltfreundlichste Form der Energienutzung ist die Nichtnutzung, und das sparsamste Elektrogerät ist das ausgeschaltete Gerät. Sieben Großkraftwerke lassen sich in Deutschland einsparen, wenn jeder Haushalt und jedes Unternehmen konsequent Energie spart.

    Mit diesen Tipps schonen Sie das Klima und Ihren Geldbeutel:

    • Stromanbieter wechseln und Ökostrom kaufen
    • Strom sparen: LED-Lampen nutzen, Energiefresser austauschen, Standby Modus ausschalten
    • clever heizen: Stoßlüften und Fenster dämmen
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  • Elektronik und Digitales - Energie sparen

    Mit Handys, Computern und anderen Geräten der Informations- und Kommunikationstechnologie produzieren wir genauso viel CO2 wie mit dem Luftverkehr. Allein der Fernseher läuft hierzulande im Durchschnitt vier Stunden am Tag. Etwa die Hälfte des dadurch verursachten Stromverbrauchs ist unnötig, da viele das Gerät nur nebenbei laufen lassen.

    Wichtige Stichpunkte für den umwelt- und sozial verträglichen Umgang mit Geräten der Unterhaltungselektronik sind:

    • vermeiden des Stromverbrauches im Stand-by-Modus
    • Fachgerechte Entsorgung der Altgeräte
    • Beachtung der Arbeitsbedingungen beim Kauf neuer Produkte
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  • Waschen und Reinigen - Umweltbewusstsein zahlt sich aus

    Etwa 640.000 Tonnen Waschmittel werden jährlich in Deutschland verbraucht. Pro Einwohner und Jahr sind das fast 8kg. Wer Wasch-, Spül- und Reinigungsmittel schonend verwendet und Haushaltsgeräte zweckmäßig einsetzt spart Energie, Chemikalien und Wasser und entlastet somit die Umwelt und den Geldbeutel.

    Es lohnt sich also eigene Gewohnheiten zu überdenken:

    • Programm- und Temperaturwahl bei Spül- und Waschmaschine
    • Auswahl und Dosierung von Wasch-, Spül- und Reinigungsmitteln
    • Anwendung einfacher Haushaltstipps beim Putzen
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  • Wohnen und Einrichten - Ein grünes Zuhause

    Nachhaltiges Leben findet auch in den eigenen vier Wänden statt. Teppiche aus organischer Baumwolle, eine Lampe aus Flaschen mit einer LED-Lampe, torffreie Erde für die Blumen oder Recyclingpapier für den Drucker - all das kann ein kleiner Einstieg in ein grünes Zuhause sein.

    So gestalten Sie Ihren Lebensraum umwelt- und gesundheitsverträglich:

    • langlebige Möbel aus nachwachsenden Rohstoffen verwenden
    • schadstoffarme Matratzen kaufen
    • mit torffreier Erde gärtnern
    • kleine Dinge und Verbrauchsgüter ökologisch einkaufen
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  • Bauen und Wohnen - Geld sparen, Klima und Gesundheit schützen

    In den eigenen vier Wänden kann jeder Energie sparen und mit schadstoffarmen Materialien Umwelt sowie Gesundheit schützen. Schädliche Stoffe in Farben, Lacken, Teppichen und Tapeten können zu Reizungen der Schleimhäute und der Haut führen.

    Um ein gutes Raumklima zu erreichen, hilft es, regelmäßig zu lüften und bereits beim Renovieren auf umwelt- und gesundheitsverträgliche Produkte zu achten.

    Dazu zählen:

    • emissionsarme Wandfarben und Lacke
    • Tapeten aus Recycelpapier
    • Bodenbeläge aus natürlichen Stoffen und fairen Produktionsbedingungen
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  • Mobilität - Klimafreundlich von A nach B

    Der Autoverkehr verursacht rund 20 Prozent aller CO2- Emissionen in Deutschland. Dazu kommt bodennahes Ozon, Lärm und der Flächenverbrauch für Straßen und Parkplätze sowie Verkehrsunfälle und sogar Unfalltote.

    Um weniger CO2 Zu emittieren können Sie folgende Tipps befolgen:

    • nutzen Sie wenn möglich den öffentlichen Personenverkehr (ÖPNV)
    • Carsharing, Auto mieten, Ökotaxi fahren
    • Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen
    • Mitfahrgelegenheiten nutzen/ anbieten
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  • Reisen - Erholen und Neues entdecken

    Im Urlaub wollen wir es uns so richtig gut gehen lassen. Die einen zieht es im Sommer an den Strand, die anderen genießen lieber den Winter in den Bergen, die einen möchten aktiv sein, die anderen suchen vor allem Ruhe und Entspannung. Seit Jahren sind die Deutschen Weltmeister im Reisen!

    Damit Ihre Reise nicht zu Lasten der Umwelt geht helfen ein paar Tipps:

    • nutzen Sie Bus und Bahn
    • nahe gelegene Reiseziele entdecken
    • am Urlaubsort respektvoll gegenüber Menschen und Natur verhalten
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