Saatgut für insektenfreundliche Blühflächen verfügbar


Bürger*innen mit freien (Grün-)Flächen und Freude am Naturschutz aufgepasst! – Saatgut für insektenfreundliche Blühflächen verfügbar


Bündnis für Natur (logo)

Aufgrund von satten monotonen grünen Flächen, großen gefüllten Blüten und auch zunehmend gepflasterten Flächen sind in den letzten Jahren über 50-70% der Insektenvielfalt verloren gegangen.

Blühwiesen können einen Beitrag gegen das Insektensterben und den Rückgang der heimischen Pflanzenvielfalt leisten. Wenn Sie etwas Platz zur Verfügung haben, können auch Sie eine Blühwiese auf Ihrem Grundstück anlegen. Das Bündnis für Natur in Dorf und Stadt stellt zertifiziertes Saatgut zur Verfügung und zeigt, wie das Anlegen einer Blühfläche erfolgreich gelingt.


Der erste Schritt ist es, die vorgesehene Fläche richtig vorzubereiten, dies ist maßgeblich für den Erfolg. Idealerweise sollte eine Neuanlage möglichst vor dem Winter erfolgen oder spätestens im Zeitraum bis Februar/März. Dabei wird der Rasen durch Schälen, Grubbern und/ oder Unterfräsen entfernt oder umgebrochen. Alte Rasensoden sollten weitgehend entfernt werden.

Anschließend muss eine feinkrümelige Bodenstruktur hergestellt werden, dies geschieht mit einer Egge o. ä. oder ist bereits durch das Fräsen geschehen. Die aufgebrochenen bzw. untergefrästen Soden dann austrocknen lassen und absammeln.

Ist der Boden vorbereitet, geht es an die Aussaat, welche in dem Zeitraum Mitte März bis spätestens Mitte Mai bzw. September bis Oktober vorgenommen werden muss. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt vor dem Aussäen eine weitere Bodenbearbeitung durch Anwalzen der Fläche, um Furchen/Rillen einzuebnen. Die Saat wird dann auf den gefestigten Boden aufgebracht und abschließend zwecks Bodenkontakts angewalzt.

Jetzt ist es an der Zeit das Saatbeet zu bewässern und abzuwarten. Bei feuchter Witterung erscheinen die ersten Keimlinge nach 3-4 Wochen. Bei Trockenheit muss die Bewässerung ca. 4-6 Wochen weitergeführt werden, damit die Keimlinge nicht vertrocknen.



Die Entwicklung der Wildpflanzen erstreckt sich schrittweise je nach Art über die komplette Vegetationsperiode. Zudem sind einige Samen hartschalig bzw. sind Kaltkeimer, die den Kältereiz zum Keimen benötigen. Sie keimen erst im folgenden Frühjahr.

In den Folgejahren stellen sich auch dadurch also durchaus neue Pflanzenarten ein.

Weitere Informationen, detailliertere Abläufe und Pflegehinweise in der Informationsbroschüre „Mehr Mut zu Wildnis“.
Bei Fragen oder Anliegen melden Sie sich gerne bei Rainer Naujox unter der Telefonnummer 04101/ 349 27 oder per E-Mail an naujox@naturfreunde-sh.de.