Klimapolitik auf Bundesebene

Klimapolitik der Bundesregierung

Der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur muss auf höchstens 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden, um inakzeptable Folgen und Risiken des Klimawandels zu vermeiden. Mittel- und langfristige Ziele sind dabei notwendig, um gleichzeitig eine Stabilisierung der Treibhausgasemissionen zu erreichen und Planungs- und Investitionssicherheit zu gewährleisten. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent, bis 2030 um 55 Prozent, bis 2040 um 70 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent zu reduzieren (jeweils bezogen auf das Basisjahr 1990). Ausführliche Informationen zu Themen und Handlungsfeldern der Bundesrepublik Deutschland finden Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Alle Informationen zum Thema Erneuerbare Energien finden Sie im Informationsportal Erneuerbare Energien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Das Umweltbundesamt ist die zentrale Umweltbehörde des Bundes. Neben der „rein“ wissenschaftlichen Arbeit sind der Vollzug der Umweltgesetze - beispielsweise das Chemikalien- oder das Pflanzenschutzgesetz - und die Information der Bürgerinnen und Bürger in Fragen des Umweltschutzes weitere Schwerpunkte der täglichen Arbeit. Hier bekommen Sie zahlreiche Informationen zu allen Fragen rund um den praktischen Klimaschutz und die Nachhaltigkeit. 

Der Klimawandel und seine Folgen 

Das Klima ändert sich und mit ihm das Umfeld für Mensch und Umwelt - auch in Deutschland. Treibhausgase, die jetzt in der Atmosphäre sind, beeinflussen das Klima der nächsten Jahrzehnte. Sich auf diese Veränderungen vorzubereiten heißt: rechtzeitig und aktiv auf Klimaänderungen zu reagieren, die bereits nicht mehr vermeidbar sind. Gleichzeitig muss der Klimaschutz zügig voranschreiten. Denn Anpassung ist nur in dem Maße hilfreich, wie man gleichzeitig die Notwendigkeiten zur Anpassung nicht weiter wachsen lässt.

Das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) im Umweltbundesamt ist Wegweiser und Ansprechpartner für Anpassungsaktivitäten in Deutschland. Als Schnittstelle zwischen Klimafolgenforschung, Gesellschaft und Politik macht es verwundbare Bereiche und Regionen ausfindig, bewertet Klimafolgen und zeigt die Chancen der Anpassungsmaßnahmen sowie ihre Hürden auf.

Klimakonferenz 2015 in Paris

Die Klimakonferenz in Paris war ein Erfolg: Die Staaten konnten sich auf einen neuen Weltklimavertrag einigen. Erstmals vereinbarten Industrie- und Schwellenländer, dass alle gemeinsam gegen den Klimawandel vorgehen. Fast 190 Staaten haben ihre Klimaschutzpläne schon vorgelegt.

Das Ziel: die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius zu begrenzen, womöglich gar auf 1,5 Grad. Dazu sollen die globalen Netto-Treibhausgasemissionen in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts auf null reduziert werden.

Vereinbart wurden auch Finanzhilfen für die Entwicklungsländer. Wer wie viel wofür gibt? Dafür wird wohl auf der nächsten Klimakonferenz in Marrakesch im November 2016 verhandelt.

Grundlage der Verhandlungen ist der aktuelle Weltklimabericht des Intergouvernementale Panel on Climate Change (IPCC) - eine Auswertung aller relevanter Studien, die sich mit Ursachen und möglichen Folgen der Erderwärmung befassen. 1990 war der erste Sachstandsbericht erschienen, das letzte Werk stammt aus den Jahren 2013/2014. Die wesentliche Botschaft: Der Klimawandel ist Realität, die Erderwärmung muss auf zwei Grad begrenzt werden.