Erde am Limit: Am 13. August war der Welterschöpfungstag

Die Weltbevölkerung lebt deutlich über ihre Verhältnisse: Alle natürlichen Ressourcen, die ab dem 13. August verbraucht werden, kann die Erde in diesem Jahr nicht mehr regenerieren. Das Global Footprint Network rechnet diesen entsprechenden Tag jedes Jahr aus.

Initiativen beobachten jedes Jahr den Verbrauch an Ressourcen wie Wäldern und Ackerflächen und berechnen dann den Tag der „Welterschöpfung“. Mit dem 13. August ist der Termin in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um sechs Tage nach vorn gerückt. Wie exzessiv und intensiv die Menschheit die Ressourcen in Anspruch nimmt zeigt der Blick in die Vergangenheit: 1987 war der „World Overshoot Day“ noch am 19. Dezember.

Fotolia_4007301_XS © Thaut ImagesDer sogenannte ökologische Fußabdruck ist Grundlage der Berechnungen. Darin spiegelt sich wider, wie stark der Mensch das Ökosystem und letztlich die Erde beansprucht, um etwa Energie, Nahrung und Holz zu gewinnen. Vor allem Bewohner der westlichen Industrienationen benötigen vergleichsweise viele Ressourcen, um ihren Lebensstil zu wahren. Sie belasten die Erde stärker, als sie das rein rechnerisch dürften: Fotolia_22011674_XS © guentermanausEntsprechend würden nach Angaben des Global Footprint Network eigentlich 1,6 Planeten benötigt, um den Rohstoffverbrauch auf der Erde zu decken.

Der menschliche Ressourcenhunger dauere bereits seit rund drei Jahrzehnten an, warnt die Umweltschutzorganisation WWF. „Der angehäufte Schuldenberg wird größer und größer“, sagte Vorstand Eberhard Brandes. Die Konsequenzen seien mit dem Klimawandel, dem Aussterben vieler Arten und am Wassermangel bereits zu spüren. Der ökologische Fußabdruck Deutschlands stagniere sei Jahren auf „gefährlich hohem Niveau“.

Der Welterschöpfungstag weist auch darauf hin, dass sich die Situation in Zukunft noch zuspitzen könnte. So muss die Welt bis 2050 etwa 2 Milliarden Menschen mehr ernähren als heute - wo bereits 800 Millionen an Hunger leiden.

Um der Entwicklung insgesamt entgegenzuwirken, fordert der WWF, in Deutschland insbesondere Landwirtschaft und Verkehr „nachhaltiger auszurichten“ und die Energiewende konsequent umzusetzen. Verbraucher könnten unter anderem durch „bewussteren Fleischkonsum“ und „umweltfreundliche Mobilität“ einen Beitrag leisten.

Weitere Informationen zum Welterschöpfungstag finden Sie auf folgenden Webseiten: