Mitmachen hat sich ausgezahlt

Förderung von Klimaschutzprojekten

Viele Projekte von Schülern zum Klimaschutz sind innovativ und fördern den effizienten Umgang mit Energie. Als „Energiesparfüchse“ und „Energielotsen“ motivieren sie Mitschüler, Energie einzusparen. Sie starten kreative Medienaktionen, gründen Schülerfirmen oder ernten selbst angebautes Gemüse im Schulgarten. So lernen die Schüler die Zusammenhänge von Klimaschutz, Energiesparen und dem eigenen Mobilitäts- und Konsumverhalten kennen. Sie erfahren dabei, wie schon kleine Verhaltensänderungen in der Schule und auch zu Hause das Klima schützen können.

Der Kreis Pinneberg hat im Rahmen seiner Klimaschutzaktivitäten bereits in 2012 eine Initiative zur Förderung von Klimaschutzprojekten aufgelegt. Heute wurde dann zum 4. Mal für sechs Schulen im Kreisgebiet jeweils ein Scheck für einen einmaligen Zuschuss zur Umsetzung der dort geplanten Klimaschutzprojekte übergeben.

„Die Behandlung der Themen Klimaschutz und Energieeinsparung in der Schule fördert bei Schülern ein stärkeres Bewusstsein zum Umgang mit Energie und den Ressourcen unserer Erde und zeigt Handlungsgrundlagen auf, die über das Schulumfeld hinaus in die Familien und das weitere Lebensumfeld ausstrahlen“ so Helmuth Kruse, der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung, der diese Initiative aufgelegt hat. „Lebendige Klimaschutzprojekte an Schulen bilden wichtige Grundlagen für einen aktiven Klimaschutz im Kreis Pinneberg, und genau hier möchten wir durch diese Initiative unterstützen“ ergänzt Cornelia Maßow, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung. „Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir heute diese sechs Projekte an den Schulen im Kreis Pinneberg mit einem Zuschuss unterstützen können.“

Der Kreis Pinneberg unterstützt die Projekte finanziell im Rahmen seiner Klimaschutzaktivitäten mit einem Gesamtbetrag von 1.500 €. Der einmalige Zuschuss beläuft sich auf einen Höchstbetrag von 250 €. In der Arbeitsgruppe Klimaschutz, die mit je einem Vertreter der in den Kreistag gewählten Fraktionen und der Verwaltung besetzt ist, wurde über die eingereichten Projektvorschläge beraten und dann die jeweilige Förderung einstimmig beschlossen.

Im Jahr 2016 stehen wieder 1.500 € für die Förderung von Klimaschutzprojekten zur Verfügung. Neu ist, dass nun auch Jugendgruppen des außer-schulischen Bereichs aktiv werden und eine Förderung beantragen können. Anträge können bis zum 01.11.2016 bei der Leitstelle Klimaschutz des Kreises Pinneberg eingereicht werden. Weitere Hinweise, Informationen und der Antrag sind auf der Klimaschutzwebseite des Kreises zu finden.

Die geförderten Projekte aus 2015:

Mitmachen hat sich ausgezahltBei dem Projekt der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule in Wedel bauen Schüler der 9. Klasse Mülleimer um die Mülltrennung in ihrem Schulhaus zu fördern und zu verstärken. Hinweisschilder sollen Mitschüler informieren und Ihnen die Augen öffnen, welche Folgen eine übermäßige Müllproduktion hat.

In der Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg wird ein ehemaliger Schulgarten wiederbelebt, dazu werden umfangreiche Vorarbeiten geleistet und eine Bepflanzung mit Dauerbewuchs erfolgt. Zusätzlich werden u.a. ein Gemüse- und ein Kräutergarten angelegt. Der Schulgarten soll zum einen einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten, zum anderen soll er die Lebens- und Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler durch eine Sensibilisierung für die eigene Produktion von Obst und Gemüse erweitern, um das Bewusstsein im Sinne von Bildung für eine nachhaltigen Entwicklung zu fördern.

Eine AG Schulimkerei wird demnächst in der Johann-Comenius-Schule in Thesdorf aktiv. Auf Wunsch der Schülerinnen und Schülern wird dort eine dauerhafte Haltung von Bienen möglich gemacht. Dazu werden die Jugendlichen mit Schutzanzügen und weiterem Arbeitsmaterial ausgerüstet. Erlernt wird nicht nur der Umgang und die Pflege der Bienen, sondern es stehen auch ökologische Grundkenntnisse, Pflanzenkunde, Bewirtschaftung und Pflege des Bienenstandes und handwerkliche Arbeiten auf dem Programm.

Innerhalb der Unterrichtseinheit „Bauen und Wohnen“ im Naturwissenschaftlichen-Unterricht wird in der Gemeinschaftsschule am Himmelsbarg demnächst fachliche Hilfe angefordert. Eine professionelle Energieberatung soll beauftragt werden und Teile des Gebäudes mit einer Wärmebildkamera aufnehmen.

Ausgehend von den Ergebnissen wollen die Schülerinnen und Schüler Energie-Einsparungsmöglichkeiten für das Schulgebäude erarbeiten und die Umsetzung prüfen.

Das Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen möchte durch die Anschaffung von Solarbaukästen ihre Schülerschaft für den sorgsamen Umgang mit den Energieressourcen sensibilisieren und gleichzeitig die Photovoltaikanlagen der Schulen und ihre Funktion näher in das Bewusstsein der Schüler rücken.

Mitglieder der AG Umwelt werden geschult um einen Tag in die Rolle eines Lehrers zu schlüpfen und einen Projekttag zum Thema Energiesparen in den 6. Klassen durchzuführen, das neue Material können sie dabei gut anwenden.

Die zweite Klasse der Helene-Lange-Schule wird sich in Zukunft mit der Neugestaltung und Wiederbelebung des Schulgartens befassen. Die Fläche soll vielseitig für beispielsweise Klassenbeete, Naschbeete, Kartoffelbeete, eine Sitzecke, eine kleine Vogelsiedlung und ein kleines Baummuseum genutzt werden. Der neue Lehrraum bietet ein facettenreiches Angebot und intensiviert persönliche Begegnungen in und mit der Natur. Gemeinschaftlich soll der Garten gestaltet und in ein ökologisches Gleichgewicht gebracht werden. Über diese gemeinschaftliche Aktivität sollen die Schülerinnen und Schüler Interesse und Freude an ökologischen Prozessen, gesunder Ernährung und ressourcenschonender Lebensgestaltung entwickeln.