Klimaschutz beginnt im Kleinen: 20 Klimaretter-Kitas ausgezeichnet

Schirmherr und Minister Dr. Robert Habeck überreicht Urkunden persönlich

Insgesamt 20 Kitas erhielten am 23.09.2015 in der Mehrzweckhalle in Hetlingen für ihre Bildungsarbeit im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung die begehrte Auszeichnung als „KITA21“. In diesem Jahr wurden Kitas aus Elmshorn, Glückstadt, Haseldorf, Hetlingen, Kaltenkirchen, Kölln-Reisiek, Norderstedt, Rellingen, Schenefeld und Wedel geehrt. Mit dabei waren circa 120 geladene Gäste. Für das musikalische Begleitprogramm sorgte der Kinderchor der DRK Kita Hetlingen, eine der diesjährigen Klimaretter-Kitas.

20150923 Auszeichnungsveranstaltung KITA21Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, ist aus Kiel angereist, um den Erzieherinnen und Erziehern persönlich zu gratulieren. „Die Energie-wende beginnt in unseren Köpfen. Jeder kann etwas beitragen. ‚KITA21 - Die Klimaretter‘ legt schon bei den Kleinsten den Grundstein für zukunftsfähiges Denken und Handeln“, so der Schirmherr des Modellprojektes. Gemeinsam mit Helmuth Kruse, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung im Kreis Pinneberg, und Christine Mesek, Vorstand des azv Südholstein, überreichte Habeck die KITA21-Urkunden und Plaketten. Der azv Südholstein und der Kreis Pinneberg haben das Modellprojekt 2012 ins Leben gerufen und setzen es gemeinsam mit der S.O.F. Save Our Future - Umweltstiftung um. „Wir sind begeistert, dass sich so viele Kitas aus unseren Mitgliedsgemeinden an dem Projekt beteiligen. Sie tragen den Klimaschutz damit ein Stück weit auch in ihre Gemeinden“, so Mesek.

Das Projekt, das nun seit drei Jahren stattfindet, hat bereits 2.600 Kinder in die Bildungsarbeit eingebunden.

Auszeichnungsveranstaltung klimaneutral gestaltet

Neben spannenden Ansätzen vor Ort wurde auf der Veranstaltung auch dem globalen Aspekt des Klimaschutzes Rechnung getragen: In Zusammenarbeit mit der Infostelle Klimagerechtigkeit der Nordkirche berechneten Auszubildende des Kreises Pinneberg und des azv den mit der Veranstaltung verbundenen CO2-Verbrauch. Heraus kam, dass 1014 kg CO2 für die gesamte Veranstaltung verbraucht wurden. Beachtet dabei wurden die Veranstaltungstechnik, die Anreise der Gäste und das Catering. 66% des Verbrauchs sind der Anreise, meist mit dem PKW, geschuldet. Jedoch ist der Wert des CO2 Verbrauchs für eine Veranstaltung mit 120 Personen sehr gering, in etwa dieselbe Menge verbraucht ein Flugzeug auf der einfachen Strecke von Hamburg nach München.

Eine entsprechende Ausgleichszahlung geht als Unterstützung an Klimaschutzprojekte der Nordkirche.

 
02.10.2015 Leitstelle Klimaschutz