Frische Luft - auch im Winter

Fugenlüftung reicht nicht aus!
Durch alle Undichtigkeiten eines Gebäudes ergibt sich eine Fugenlüftung. In den vergangenen Jahren wurde undichten Stellen vermehrt Beachtung geschenkt und Gebäude wurden, was richtig und sinnvoll ist, dichter gebaut. Dadurch sinken zwar die Energiekosten, es ist dann aber auch erforderlich, aktiv zu lüften. Um eine ausreichende Lüftung durch Fugen auch in windarmen Zeiten sicherzustellen, müsste das Gebäude so undicht sein, dass es bei Wind zu spürbaren Zugerscheinungen kommt.

Stoßlüften oder Querlüften ist die beste Art der Fensterlüftung!
Vermeidet Energieverluste und Auskühlung der Bauteile. Gezielt und innerhalb kürzester Zeit kann ein Luftaustausch und damit die Entfernung des überschüssigen Wasserdampfs erreicht werden. Lüften Sie benutze Räume etwa stündlich. Ein postiver Nebeneffekt: Schadstoffe werden auch abgeführt, das Raumklima verbessert sich dadurch. So funktioniert die Stoßlüftung: Bei ganz geöffnetem Fenster 4-10 Minuten mehrmals täglich lüften, je kälter es ist desto kürzer lüften. Querlüftung: Durchzug, alle Fenster 2-4 Minuten und mehrmals täglich öffnen.

Das Fenster auf Dauer-Kippstellung
Die sogenannte Spaltlüftung ist nicht zu empfehlen! Bei dieser Lüftungsart (Kippen) bleiben die Fenster oft sehr lange in der Kippstellung, dadurch kommt es während der kalten Jahreszeiten zu unnötigen Energieverlusten. Durch die stärkere Auskühlung der Fensterleibung kann es sogar zu Schimmelbefall kommen. Übrigens: Auch bei Regen sollten Sie lüften, da die Luft im Raum erwärmt wird und dadurch Feuchtigkeit aus dem Raum aufgenommen werden kann.

Türen von feuchten Räumen schließen
Türen von Räume mit viel Feuchtigkeitsanfall sollten geschlossen bleiben, damit die Feuchtigkeit nicht in der gesamten Wohnung verteilt wird. Große Dampfmengen, wie beim Duschen, Kochen etc., gleich ins Freie ablüften und nach einer halben Stunde nochmals lüften. Schlafzimmer nach dem Aufstehen lüften und nach einer halben Stunde nochmals lüften. Auf zusätzliche Feuchtigkeit durch übermäßig viele Zimmerpflanzen und Verdunster an den Heizkörpern sollten Sie verzichten.

Die Lüftung Ihrer Kellerräume
Oftmals bleiben Kellerfenster das ganze Jahr über einen Spalt geöffnet, was zu Problemen führen kann. Insbesondere im Frühjahr, wenn die Temperatur der Außenluft - und damit auch die Luftfeuchtigkeit - hoch ist, setzt sich die Feuchtigkeit der Außenluft an den Oberflächen der vom Winter noch kalten Kellerwände als Tauwasser ab. Auch im Sommer sind die Kelleraußenwände durch das angrenzende Erdreich immer etwas kühler. Lüften Sie deshalb schimmelgefährdete Kellerräume im Frühjahr und Sommer weniger und am besten nur in der Nacht. Im Winter sollten Sie möglichst wie in den Wohnräumen lüften.