Energiesparen für Mieter

Jeden Monat zahlen Mieter im Durchschnitt mehr als einen Euro pro Quadratmeter für Heizung und Warmwasser. Wärme hat damit den größten Anteil an den Betriebskosten und ist aufgrund der stark angestiegenen Energiekosten längst zur zweiten Miete geworden. Grund genug das Thema Energiesparen auch in der Mietswohnung ganz oben an zu stellen.

Mieter haben in der Regel keine Möglichkeit selbst die die Kosten für Heizung und Warmwasser durch hohe Energiesparinvestitionen zu senken. Wärmedämmung, Wärmeschutzfenster oder der Einsatz moderner Heizungstechnik sind Sache des Vermieters. Trotzdem können Sie selbst etwas tun, um Energie und Geld zu sparen:

Verbrauch kontrollieren
Nur wer seine Verbrauchsdaten regelmäßig kontrolliert, kann beurteilen, ob die höhere Heizkostenabrechnung auf einen gestiegenen Verbrauch oder auf den Anstieg der Energiepreise zurückzuführen ist.

Heizen nach Bedarf
Nur wer so viel heizt, wie tatsächlich benötigt wird, kann die Heizkosten deutlich senken. Wird in einem Raum die Temperatur von 24 Grad C auf 20 Grad C gesenkt, entsteht ein Einsparpotenzial von rund 20 Prozent.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit überprüfen
Kühle, ungeheizte Räume niemals mit der Luft aus wärmeren Räumen "heizen", denn dabei gelangt neben der Wärme auch Feuchtigkeit in den kühleren Raum und das Schimmelrisiko steigt. Lassen Sie die Türen zu kühleren Räumen deshalb immer geschlossen. Empfehlenswert ist eine relative Luftfeuchte zwischen 35 und 60 Prozent.

Fenster und Türen abdichten
Dichtungsbänder an Fenstern und Türen verhindern unangenehme Zugluft und vermeiden Energieverluste. Bürstendichtungen unter den Türen machen Schluss mit kalten Füßen.

Programmierbare Thermostatventile einbauen
Diese Ventile können so eingestellt werden, dass die Temperatur automatisch zu festgelegten Zeiten erhöht oder gesenkt wird - auch in einzelnen Räumen. So kann es morgens im Bad bereits gemütlich warm sein, wenn Sie nach aufstehen, ohne dass die Heizung die ganze Nacht durchläuft. Die Abschaffungskosten haben Sie durch die Energieeinsparung über die individuelle Programmierung schnell wieder raus.

Heizkörpernischen dämmen
Wenn zwischen Heizkörper und Außenwand ausreichend Platz vorhanden und dieser gut zugänglich ist, können hinter dem Heizkörper Dämmstoffplatten angebracht und so Wärmeverluste reduziert werden.

Heizkörper entlüften
Ist der Heizkörper durch Luft nicht mehr vollständig gefüllt, gluckert er nicht nur sondern bleibt auch teilweise kalt. Die Entlüftung sollte mit dem Vermieter, Hauswart oder Hausverwaltung abgestimmt werden, da unter Umständen Wasser im Heizungssystem nachgefüllt werden muss.

Heizkörper nicht abdecken
Wenn Verkleidungen, Möbel oder Vorhänge den Heizkörper verdecken, kann die Leistung nicht vollständig genutzt werden. Durch den entstehenden Wärmestau unter der Abdeckung kann das Thermostatventil nicht auch nicht die richtige Raumtemperatur einstellen. Folge: Das Zimmer wird zu warm oder bleibt kalt.

Zu folgenden Energiesparmaßnahmen sind Vermieter gesetzlich verpflichtet:

  • Die Dämmung der Rohrleitungen im unbeheizten Bereich,
  • die Dämmung von zugänglichen, nicht begehbaren obersten Geschossdecken,
  • der Austausch von über 30 Jahre alten Heizungsanlagen.

Wenn Sie Fragen zum Thema Energiesparen in der Mietwohnung haben, vereinbaren Sie einen Termin für die Energieberatung.

Auch beim Wasserverbrauch können Sie täglich Energie sparen und etwas für den Klimaschutz tun. Tipps dazu finden Sie in unserem Artikel Warmwasser.