Artikel: Im Kreis
Klimawandel und Klimaschutz sind derzeit die „Top-Themen“. Weltweit fühlen sich Bundesländer, Städte, Kreise und Kommunen dafür verantwortlich, etwas für den Klimaschutz zu tun. Der Kreis Pinneberg ist sich dieser Verantwortung bewusst und nimmt sich seit September 2007 der Aufgabe Klimaschutz aktiv an und wird sie im Rahmen seiner Möglichkeiten gestalten
Die Kreispolitik initiierte im September 2007 eine Klimaschutz-Arbeitsgruppe, die mit je einem Vertreter aus jeder Kreistagsfraktion und der Verwaltung besetzt ist. Sie erarbeitet auf Grundlage festgelegter Handlungsfelder Schwerpunkte für die Klimaschutzmaßnahmen. Der Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung befasst sich regelmäßig mit klimaschutzrelevanten Fragestellungen. Alle politischen Fraktionen haben durch einen einstimmigen Beschluss des Kreistages am 08.10.2008 festgelegt, dass der Kreis Aktivitäten zum Klimaschutz koordiniert und unterstützt und so den Klimaschutz fest in der strategische Ausrichtung des Kreises Pinneberg verankert.
Damit Maßnahmen zum Klimaschutz Wirkung entfalten können, ist eine partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen Akteuren auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene notwendig. Ziel des Kreises Pinneberg ist es daher, gemeinsam mit den Kommunen und in Kooperation mit der Freien und Hansestadt Hamburg und den Nachbarn in der Metropolregion Aktivitäten und Maßnahmen zum Klimaschutz zu entwickeln und umzusetzen.
Die Zusammenarbeit mit Hamburg wurde durch eine Kooperationsvereinbarung besiegelt, die am 07.11.2007 von Hamburgs Erstem Bürgermeister Ole von Beust und Landrat Dr. Wolfgang Grimme unterzeichnet wurde. Gemeinsame Handlungsschwerpunkte sind u.a. die Themenfelder Energie, Mobilität, klimafreundliche Verwaltung, Information und Bewusstseinsbildung.
Am 19.12.2007 hat der Kreistag festgelegt, dass ein entsprechendes Konzept für den Klimaschutz erarbeitet werden soll. Dieses Konzept wurde von der Verwaltung und der eingesetzten politischen Arbeitsgruppe erarbeitet und einstimmig vom Kreistag am 08.10.2008 beschlossen.
Im Kreisentwicklungsplan wurde der Klimaschutzgedanke und die koordinierende Aktivität der Kreisverwaltung als wichtiger Bestandteil der zukünftigen Entwicklung des Kreises Pinneberg am 28.02.2008 vom Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung festgeschrieben. Innerhalb der Kreisverwaltung und im Kreis Pinneberg ist das Thema Klimaschutz sicherlich kein neues Aufgabenfeld. Vielmehr wurde und wird es seit der Verankerung des Umweltschutzgedankens in den 80er Jahren und der Agenda 21 Prozesse in den 90er Jahren in Städten und Gemeinden, Unternehmen und Organisationen sowie zahlreichen ehrenamtlich organisierten Vereinen und Verbänden wahrgenommen. Durch die inzwischen wissenschaftlich belegten Erkenntnissen zu den Ursachen und Folgen des Klimawandels und der damit verbundenen politischen Diskussion ist jetzt jedoch eine neue und dringlichere Handlungsnotwendigkeit für alle gesellschaftspolitischen Akteure entstanden.
Um Aktivitäten innerhalb der Kreisverwaltung und im Kreisgebiet zu unterstützen und zu koordinieren sowie ein Netzwerk zum Austausch von Informationen und Erfahrungen aufzubauen, wurde bei der Kreisverwaltung Pinneberg zum 01.04.2008 eine Leitstelle Klimaschutz eingerichtet.
Die Leitstelle Klimaschutz stellt jedes Jahr einen Bericht über die Klimaschutzaktivitäten des Kreises Pinneberg zusammen.
Die Gemeinde Appen tauscht bis 2011 die Straßenbeleuchtung vollständig aus. Die neuen warmweiß scheinenden Kompakt-Leuchten haben nicht nur einen ökologischen Vorteil, da sie weniger Nachtfalter und Insekten anziehen, sondern leisten auch eine erheblichen Beitrag zum Klimaschutz und helfen der Kommune beim Sparen. Durch den Austausch der Lampen wird erheblich weniger Energie verbraucht, so dass in den kommenden 16 Jahren bis zu 1,1 Tonnen weniger CO2 produziert werden. Im kommunalen Haushalt werden jährlich rund 13.000 € Betriebskosten eingespart.