Zukunftskonferenz am 12. November im Kreishaus - Wie gestalten wir den Kreis Pinneberg zukunftsfähig?



Erfolgreiche Veranstaltung im Kreishaus

„Wir können die erste Generation sein, der es gelingt, die Armut zu beseitigen, ebenso wie wir die letzte sein könnten, die die Chance hat, unseren Planeten zu retten“. Dieses Zitat von Ban-Ki Moon, UN-Generalsekretär von 2007 bis 2016, beschreibt kurz und eindrucksvoll die Ziele der Agenda 2030.

Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung drückt die internationale Staatengemeinschaft ihre Überzeugung aus, dass sich die globalen Herausforderungen nur gemeinsam lösen lassen. Die Agenda schafft die Grundlage dafür, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten. Die Agenda 2030 wurde im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedstaaten verabschiedet und gilt für alle Staaten dieser Welt.

Das Kernstück der Agenda ist ein ehrgeiziger Katalog mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Der Kreis Pinneberg, der AZV Südholstein, der Kreisjugendring und der Kreisfachberater für Umweltbildung an Schulen haben sich zum Ziel gesetzt, an dieser nachhaltigen Entwicklung mitzuarbeiten und organisierten daher als Auftakt- und Impuls die Zukunftskonferenz „Umsetzung der Agenda 2030 vor Ort: Wie gestalten wir den Kreis Pinneberg zukunftsfähig?“, welche am Montag, den 12.11.2018, von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr im Kreishaus in Elmshorn stattfand.

Fast 80 Akteure aus Kommunen, Kitas, Schulen, außerschulischen Bildungseinrichtungen, Vereinen und Verbänden sowie aus der Politik folgten der Einladung. In Diskussionen, Workshops gab es aufschlussreiche Impulse für eine nachhaltige Entwicklung im Kreis Pinneberg.


Die Mitglieder des frisch erweiterten Netzwerkes BNE

Die Mitglieder des frisch erweiterten Netzwerkes „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ im Kreis Pinneberg mit Ihren Kooperationsurkunden (v. l. n. r.):

Landrat Oliver Stolz; 1. stv. Bürgermeisterin der Gemeinde Hetlingen Monika Riekhof; Geschäftsführer Jens Ohde vom GAB Umwelt Service; AZV-Verbandsvorsteherin Christine Mesek; Mats Hansen, Vorsitzender des Kreisjugendringes; Dr. Sönke Zankel, Kreisfachberater für Umweltbildung an Schulen; Albert Röh, Vorsitzender des Vereins Weltladen TOP 21 e.V.


Christine Mesek vom AZV betonte die Bedeutung von Nachhaltigkeit: „Nachhaltigkeit ist unsere tägliche Arbeit, weil wir jeden Tag nichts anderes tun, als Wasser zu reinigen und zu schützen. Wir wollen die Idee mit anderen teilen und weitertragen. Dafür wollen wir das Netzwerk vergrößern“ so die AZV-Verbandsvorsteherin.

„Entscheidend ist dabei vor allem auch die Bildungsarbeit“ so Birgit Hammermann vom Kreisjugendring: „Wir wollen mit vielen kleinen Beiträgen dazu beitragen, dass das Thema Nachhaltigkeit weitergetragen wird“, so die stellvertretende Geschäftsführerin des KJR.

Landrat Oliver Stolz wies nachdrücklich darauf hin, wie wichtig es sei, den Gedanken der Nachhaltigkeit in den Köpfen der Menschen zu platzieren: „Wir können das Thema nur in den nachfolgenden Generationen verankern. Kinder und Jugendliche befassen sich viel intensiver mit dem Thema Nachhaltigkeit als meine Generation. Wir können als Kreis nicht die Energiewende ausrufen oder alleine das Ozonloch bekämpfen. Aber wir können unseren Beitrag leisten, selbst auf erneuerbare Energien zu setzen und auf die Themen aufmerksam machen, um andere Personen zu überzeugen“ so Stolz.

„In der Tat ist Nachhaltigkeit ist das drängendste Thema des 21.Jahrhunderts“, ergänzt Sönke Zankel, Fachberater des Kreises Pinneberg für Umweltbildung an Schulen: „Wir stehen vor der Alternative, wir machen etwas oder wir machen nichts. Wir haben eine moralische Verantwortung, der wir gerecht werden wollen. Wir müssen dafür sorgen, dass wir möglichst viele Mitstreiter gewinnen.“

Fazit der vier Veranstalter:

„Mit der Veranstaltung konnten wir veranschaulichen, wie die doch etwas abstrakten 17 Nachhaltigkeitsziele in konkreten, praktischen Projekten umgesetzt werden. Wesentlich dazu beigetragen haben die Workshops mit tollen Praxisbeispielen aus der Region. Mit dabei war unter anderem das Industriemuseum Elmshorn mit einem Workshop zum Thema „Sparsames Haushalten. Das Museum zeigte auf: Was heute als Müll weggeworfen wird, fand früher noch viele Verwendungen.“ 

Auch die fachlichen Impulse in der Veranstaltung haben wichtige Eckpunkte und Information über die Agenda 2030 vermittelt. Das im Kreis Pinneberg bestehende Netzwerk zur Stärkung von BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) in der regionalen Bildungslandschaft wurde anhand von konkreten Projekten und Maßnahmen aufgezeigt und erweitert. Durch die Überreichung von Kooperationsurkunden konnten die bisherigen Mitglieder des Netzwerkes (der Kreis Pinneberg, der AZV-Südholstein, der Kreisjugendring Pinneberg und der Kreisfachberater für Umweltbildung an Schulen) drei neue Mitglieder begrüßen (den GAB Umwelt-Service, die Gemeinde Hetlingen und den Verein Weltladen TOP 21 e.V).

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Poetry Slam Beiträge von Michel Kühn zum Thema Umweltschutz.

 
Pressemitteilung vom 14.11.2018