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Beschreibung
Am 11.August 1986 ging der Kölner Dom unter. So jedenfalls sah es auf dem Titelbild des "Spiegel" aus, das die Folgen einer drohenden Klimaveränderung mit einer Fotomontage illustrierte. Die Kathedrale, einer Arche nicht unähnlich, versank in den trüben Wellen einer gespenstisch aufgewühlten Nordsee, deren Meeresspiegelanstieg hierfür so um die 70 Meter betragen müsste. In Deutschland begann die öffentliche Klimadebatte und schnell war die "Klima-Katastrophe" aus einem Mix aus Ozonloch, Polschmelze und Heißzeit geboren
Über zehn Jahre später hielt eine Hamburger Tageszeitung ein ganz anderes Szenario für möglich und ließ Eisberge im Hamburger Hafen herumschwimmen. Hintergrund war die wissenschaftliche Diskussion um eine Abschwächung des Golfstroms durch den Treibhauseffekt.
Zuvor hatte schon im kalten und schneereichen Winter 1996/97 ein frierender Schneemann auf der Titelseite des Londoner Independent gefragt: "And this is global warming?"
Im außerordentlich warmen Februar 2002 machte dann aber das bekannteste deutsche Massenblatt mit dem Treibhauseffekt wieder so richtig ernst: Auf einer Fotomontage wachsen im Jahre 2102 papageienbesetzte Palmen an der Hamburger Binnenalster in den Himmel, Delphine springen aus dem Wasser und eine Badenixe teilt sich den Strand mit einem bengalischen Tiger.
In den Fernsehdebatten über die Rekordniederschläge und die "Jahrhundertflut" an Donau und Elbe im August 2002 gewann dagegen wieder der Zweifel an Boden.
Im Oktober 2008 lassen die neuste Forschungsergebnisse aus dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung dann wieder aufhorchen: Erderwärmung und Klimawandel schreiten nach den neusten Berechnungen der Forscher viel schneller voran als bisher befürchtet. Der Anstieg der Meeresspiegel könnte sich noch in diesem Jahrhundert auf bis zu einem Meter belaufen. Die angestrebte Beschränkung der Globalerwärmung auf 2 Grad lasse sich "gerade noch" erreichen, wenn die Treibhausgabe bis 2050 halbiert und bis zum Ende dieses Jahrhunderts vollständig auf die CO2 Produktion verzichtet werde.
Angesichts der hohen Frequenz, mit der die Themen Klimawandel und Klimaschutz in den aktuellen sowohl politischen als auch öffentlichen Debatten auftauchen, ist es unübersehbar, dass sie in den letzten Jahren an Brisanz gewonnen haben. Die Klimakatastrophe wurde dann auch zum Wort des Jahres 2007 gekürt.
Der Klimaschutz rückt dabei auch kontinuierlich auf der politischen Agenda nach vorne und in Privathaushalten wird Energiesparen zum Zwecke des Klimaschutzes immer mehr zur Normalität: Effiziente Haushaltgeräte, bessere Wärmedämmungen, wassersparende Armaturen, Umstellung auf Ökostrom und energiesparende Raumlüftungstechniken sollen nicht nur Kosten senken, sondern stellen sich als Mittel dar, mit denen jeder Einzelne seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.
Aber was beschreiben die Begriffe "Klimawandel" und "globale Erwärmung", die immer wieder in diesem Kontext auftauchen, konkret? Sind sie synonym zu verstehen oder gibt es einen Bedeutungsunterschied? Welche Auswirkungen hat der Klimawandel ganz konkret auf unsere Lebensumstände?